Erster Kongress in Mexiko City und Weiterbildungen von «GITA» in Cuernavaca

Erster Kongress in Mexiko City und Weiterbildungen von «GITA» in Cuernavaca

19 August 2026

Im Juli 2026 fand die erste nationale Tagung für inklusive soziale Entwicklung in Mexiko City  statt. Sie wurde von den Teams der beiden Weiterbildungen «Kaspar Hauser» und «GITA» gemeinsam organisiert. Als Beitragende waren Jan Göschel und Sonja Zausch eingeladen.


Fotos: privat

Unter den Teilnehmenden ware viele Absolvent:innen und aktuelle Studierende der beiden Bildungsangebote sowie weitere Interessierte mit Bezug zum Praxisfeld.

GITA – Centro Antroposófico de México besteht seit 2001 als Zentrum für Waldorflehrerbildung und bietet seit 2020 eine Weiterbildung in Heilpädagogik an. Der Impulso de Pedagogía Curativa y Terapia Social Kaspar Hauser Mexico bildete sich im Jahr 2019, um ebenfalls eine Weiterbildung in Heilpädagogik anzubieten. Beide Programme sind durch das Peer-Review-Verfahren im Internationalen Ausbildungskreis der Sektion anerkannt.

Auch Adam Blanning, Co-Leiter der Medizinischen Sektion, sowie Eduardo Rincón, Co-Leiter der Sektion für Landwirtschaft, waren als Beitragende eingeladen, sodass die Freie Hochschule am Goetheanum interdisziplinär vertreten war.

Die vielfältige Tagungsgemeinschaft setzte sich mit Inklusion und Gemeinschaftsbildung sowie Wahrnehmungsfähigkeiten zur menschlichen und irdischen Gesundheit auseinander.  Besonders bedeutsam war auch, die Bedürfnisse der Kolleg:innen in Fishbowl- und World-Café-Formaten zu hören. Neue Arbeitsgruppen konnten sich gründen, die in Zukunft die Themen im Kontext des professionellen Netzwerks in Mexico aktiv und lebendig halten und  weiterentwickeln werden.

Im Anschluss an den Kongress hat Sonja bei GITA in Cuarnavaca/Mexiko unterrichtet. Mit den Studierenden des 3. Jahres in Waldorfpädagogik (ca. 15 Personen) und Heilpädagogik (ca. 20 Personen) wurden Prototypen zur Gestaltung partizipativer Räume entwickelt. Es war großartig zu erleben, wie Inklusions- und Exklusionserfahrungen bewusst wurden und welche Ideen sich durch das aktive Reflektieren über diese Prozesse entwickelten. Die Teilnehmenden entdeckten Möglichkeiten, soziale Situationen neu zu gestalten, von der kleinen privaten Familiensituation bis zur Kommunikation mit Behörden oder an einer Waldorfschule.

Es freut uns, dass wir als Team der Sektion in Mexiko beitragen dürfen, immer unter Berücksichtigung der regionalen Fragen und Möglichkeiten sowie Bedürfnisse. Jede Kultur benötigt ihren Weg mit der Anthroposophie und ihren Praxisfeldern – achtsam und in Beziehung zu den lokalen Bedingungen!